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Alzheimer: Anzeichen, Merkmale und Verlauf

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Anzeichen und Verlauf von Parkinson

Allgemeines zu demenziellen Erkrankungen

Aufgrund vieler neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse werden die Menschen immer älter. Mit dieser hohen Lebenserwartung steigt das Risiko, an Demenz oder Parkinson zu erkranken. Damit nimmt die Anzahl der Menschen in unserer Gesellschaft zu, die an Demenz erkrankt sind. Demenzerkrankungen sind neurodegenerative Erkrankungen, die langsam fortschreiten und nicht heilbar sind. In fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung wird Verlust der Nervenzellen im Gehirn so groß, dass es diese nicht mehr kompensieren kann. Lediglich die noch gesunden Nervenzellen können von Anfang an geschützt und der Verlauf der Erkrankung so positiv beeinflusst werden.

Demenzerkrankungen schwächen die Gesundheit und führen zu einer fortschreitenden Degeneration und zum Tod der Nervenzellen. Eine Folge ist die massive Einschränkung bei der Bewegungskoordination und mentalen Abläufen. Eine Folge ist die massive Einschränkung bei der Bewegungskoordination und mentalen Abläufen.

Alzheimererkrankung als spezielle Form 

Die Alzheimererkrankung ist eine Demenzform von vielen. Da sie sehr häufig vorkommt, ist sie auch die bekannteste Demenzerkrankung. Diese Erkrankung ist gekennzeichnet durch den Verfall von Nervenzellen im Gehirn und durch die ausbleibende Gewährleistung der Kommunikation der Nervenzellen untereinander. Der Verlauf der Krankheit ist ein schleichender Prozess. Das komplette Nervensystem ist in Mitleidenschaft gezogen. Der Verfall der Gehirnzellen betrifft jedoch verschiedene Bereiche des Gehirns. Dies führt wiederum dazu, dass die Symptome bei Alzheimerkranken im Bereich der eingeschränkten Hirnleistung ganz unterschiedlich ausgeprägt sein können. Dies macht die Pflege und Betreuung auch so schwierig.

Erste Anzeichen einer Alzheimererkrankung

Ein Areal, das schon in den ersten Phasen der Erkrankung in Mitleidenschaft gezogen wird, ist der Hippocampus. Er ist die zentrale Schaltzentrale des limbischen Systems. Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen und Schwierigkeiten bei der Orientierung zu Raum und Zeit können erste Hinweise für eine Alzheimer Demenz sein. Auch Stimmungsschwankungen und freudloses Verhalten kommen bereits im Anfangsstadium gehäuft vor. Hiermit gehen auch Verhaltens- und Persönlichkeitsveränderungen einher.

Typische Merkmale der Alzheimererkrankung 

Außerdem können nur noch sehr wenige Informationen im Kurzzeitgedächtnis abgespeichert werden. Der Patient kann sich beispielsweise nicht mehr daran erinnern, welches Gericht er vor einer Stunde während des Mittagessens zu sich nahm. Alltägliche Aktivitäten oder Tätigkeiten mit verhältnismäßig einfachen Abläufen sind kaum noch oder nicht mehr zu bewältigen. Das Erinnerungsvermögen wird im weiteren Verlauf der Erkrankung immer schlechter, das Lernen von Dingen geht nach und nach verloren. Demenzkranke ziehen sich weiter vom sozialen Umfeld zurück. Sie meiden eher den Kontakt mit anderen Menschen und leben zunehmend in ihrer eigenen Welt – in der Vergangenheit. Ganz normale Aufgaben des Alltags können dann irgendwann nicht mehr erfüllt werden. Einfache Tätigkeiten werden nur mit Unterstützung und Anleitung bewältigt. Eine medizinische Behandlung und Therapie führt gegebenenfalls zur Verzögerung des typischen Krankheitsverlaufs. Wirkt also die Behandlung und schlägt die Therapie durch ein spezielles Medikament an, kommt es scheinbar zum Stillstand der Erkrankung und Symptomatik. Im Laufe der Behandlung lassen die Wirkungsweisen nach. Die Einnahme des Medikamentes hat nicht mehr den gewünschten Nutzen und Erfolg. Dann beschleunigt sich der Verlauf der Erkrankung plötzlich.

Im weiteren Verlauf 

Mit weiterem Fortschreiten können Demenzkranke Personen und Gesichter nicht mehr zuordnen. Sie erkennen ihren Ehepartner, ihre Verwandten und Freunde nicht mehr. Selbst der Blick in den Spiegel zeigt ein fremdes Gesicht. Außerdem werden Bewegungsabläufe (Ataxien) zunehmend problematischer. Das Gangbild und sonstige Bewegungsabläufe werden schlechter. Der Alzheimerkranke ist sehr stark verunsichert bei einfachen Bewegungsabläufen und kann diese größtenteils nicht mehr allein bewältigen, wie beispielsweise das Treppensteigen oder das einfache Gehen auf dem Flur ohne Halten am Handlauf. Somit wird also sogar das einfache Gehen ohne Hilfsmittel für den Betroffenen zu einer enormen Herausforderung.
In dieser Phase verändert sich zusehends der Verlauf des 24-Stunden-Tages des Alzheimerkranken. Er macht den Tag zur Nacht und die Nacht zum Tag. Während er am Tage ruht und viel schläft, wird er in den Abend- und Nachtstunden sehr aktiv. Dies belastet vor allem alle an der häuslichen Pflege Beteiligten enorm.
Weiterhin nehmen die psychischen Nebenerkrankungen zu. Alzheimerkranke leiden dann häufig unter Angstzuständen, Depressionen und Sinnestäuschungen. Diese wiederum führen zu aggressivem Verhalten, Unruhezuständen und Misstrauen. Die Möglichkeiten einer Therapie nehmen massiv ab.
Eine Alzheimererkrankung führt letztendlich zur Schwerstpflegebedürftigkeit des Betroffenen. Die häusliche Pflege wird zunehmend problematischer und stößt an ihre an Grenzen. Allein die Aufgaben hinsichtlich der Schluckstörungen, Harn- und Stuhlinkontinenz und der veränderte Tag-Nacht-Rhythmus des Betroffenen sind dann durch häusliche Pflege kaum noch zu bewältigen. Dann wird die stationäre Pflege in einem Pflegeheim nicht mehr vermeidbar sein und zu einer besseren Versorgungsoption. In der letzten Phase der Alzheimererkrankung wird der Organismus des Erkrankten immer mehr geschwächt. Aufgrund des massiv geschwächten Immunsystems führen dann letztendlich akute Nebenerkrankungen (wie Pneumonie) der Alzheimererkrankung beim Betroffenen zum Tod.

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