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Wie geht man mit Demenzerkrankten um?

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Der richtige Umgang mit Demenzerkrankten

Allgemeines zur Demenzerkrankung 

Wenn Menschen an Alzheimer erkranken, verändern sie sich in ihrem Wesen und wirken für Angehörigen im späteren Verlauf, wie fremde Personen. Mit jedem Tag entfernen sie sich von der Person, die sie mal waren. Bestehen bleiben jedoch immer die Gefühlsebene und das Grundbedürfnis als Mensch akzeptiert und wertgeschätzt werden. Demenzkranke leben in ihrer eigen Welt, die für Außenstehende oft unverständlich wirkt. Dies führt häufig zu Verhaltensweisen, die für das Umfeld teilweise abstrus sind. Für Demenzkranke spielt die Vergangenheit eine sehr große Rolle.

Dies sollte auch immer im Umgang mit ihnen berücksichtigt werden. Daher sind Informationen darüber wichtig, was früher zum alltäglichen Ablauf des Demenzkranken gehörte. Dies betrifft vor allem die Bereiche Beruf, Familie, Urlaub und einschneidende Ereignisse.

Ob ein fachgerechter Umgang mit einem Nahestehenden gelingt, der an Alzheimer, einer speziellen Form der Demenzerkrankung, erkrankt ist, kann von vielen Familienangehörigen sicherlich noch bejaht werden. In der Regel geschieht dies auch tatsächlich durch ein Familienmitglied oder den Ehepartner in der eigenen Häuslichkeit. Die meisten Menschen sind sich ihrer Aufgabe als Partner oder Kinder bewusst, für ihr Familienmitglied da zu sein und zu sorgen. Für einige bietet die Krankheit Demenz erstmals sogar die Möglichkeit, etwas von dem zurückzugeben, was der Erkrankte vorher über Jahre an Liebe, Zuneigung, Geborgenheit, Sicherheit und Vertrauen gegeben hat. Diese Dinge, brachte der Demenzkranke nun selbst. 

Betreuung und Umgang - anspruchsvolle Aufgaben 

Einen Demenzkranken zu pflegen und zu betreuen ist eine sehr anspruchsvolle und einschneidende Aufgabe. Bevor die Entscheidung feststeht, einen demenzkranken Familienangehörigen zu betreuen, ist es unbedingt erforderlich, sich wenigstens grundlegend über die Erkrankung Demenz zu informieren. Demenz ist eine Erkrankung mit vielen Gesichtern. Es gibt verschiedene Formen von Demenzerkrankungen, deren Verlauf und Ausprägungen in den Verhaltensweisen sehr unterschiedlich sein können. Diese können von Depressionen über Halluzinationen bis hin zu Aggressionen ausgeprägt sein. 
Die Betreuung von Demenzkranken und der fachgerechte Umgang ist eine langwierige Aufgabe, die stetig anstrengender und anspruchsvoller wird. Nach der Diagnosestellung leben die Erkrankten im Schnitt etwa acht Jahre. 
Demenzkranke brauchen zunehmend Hilfe und Betreuung, was für pflegende Familienangehörige eine enorme psychische und physische Belastung darstellt. Am Anfang der Erkrankung ist meist alles noch sehr gut machbar. Im späteren Verlauf und Stadium nehmen die Begleiterkrankungen und Symptome erheblich zu. Demenzkranke sind oft ungehalten und unruhig. Die Aggression kann zunehmen. Das Gehen und die Bewegungsabläufe fallen sichtlich schwerer. Die Sturzgefahr steigt und der Erkrankte wird inkontinent. Häufig wird der Tag-Nacht-Rhythmus vertauscht. Der Demenzkranke ruht und schläft am Tage, wenn der Partner die häusliche Arbeit verrichtet. Andererseits wird der Erkrankte dann nachtaktiv, wenn der Angehörige schlafen und sich erholen muss. All das sind Veränderungen, die die Erkrankung Demenz mit sich bringen. Der Erkrankte ist längst nicht mehr der, der er mal war. Wenn die Einschränkungen zu groß werden und Beziehungsprobleme mit den Kindern und dem Partner auf der Tagesordnung sind, sollte erwogen werden, sich zusätzlich fremde Hilfe hinzuzuziehen. 

Wichtige Tipps 

Wichtig ist nun der richtige Umgang mit diesen Veränderungen. Demenzkranke sollten nicht korrigiert, zurechtgewiesen oder sogar auf das Defizit aufmerksam gemacht werden. So etwas verschärft nur den Konflikt zwischen dem dementen Familienangehörigen und dem Familienmitglied. Demenzkranke müssen so genommen werden, wie sie sind. Um sie gut zu erreichen, muss der Zugang zu deren Welt gelingen. Das bedeutet, sie müssen dort abgeholt werden, wo sie sich gerade während „ihrer Zeitreise“ befinden. Das ist in der Realität nicht immer so einfach wie in der Theorie. Es gibt aber keinen anderen Weg, die Situationen zu meistern. Denn der Demenzkranke ist nicht mehr in der Lage zu folgen und wohlmöglich eine sinnvolle Kommunikation zu führen bzw. zu Ende zu führen. 
Irgendwann, früher oder später, ist dann tatsächlich eine Unterbringung in einem Pflegeheim unumgänglich. Das hängt einerseits vom Krankheitsverlauf ab und andererseits von der Verfassung und vom Kräftehaushalt des pflegenden Angehörigen. Nicht jeder Mensch ist dafür geeignet, einen Demenzkranken mit aller Konsequenz Zuhause zu betreuen und zu pflegen.

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